13.11.2011
tematix 365 - News - November 2011
Kann Technik den Hunger besiegen - Initiative SAVE Food - Grünhelme " Abenteuer Menschlichkeit - was Ingenieure leisten können" Kann Technik den Hunger besiegen? Indien will Lebensmittelverluste verringern[/b]
Während in den Industrieländern über Lebensmittel im Müll diskutiert wird, hat Indien dem Hunger im eigenen Land den Kampf angesagt. Das Land unternimmt konkrete Schritte, die Nahrungsmittelverluste im eigenen Land zu verringern. In den reichen Ländern werden Lebensmittel vor allem in den Privathaushalten und den Supermärkten weggeworfen. In Schwellenländern gehen mehr als 40 Prozent aller Lebensmittel auf dem Weg vom Feld zum Verbraucher verloren.
Indien gilt als entscheidende politische und wirtschaftliche Kraft der Zukunft. Das Land wird im Jahr 2050 mit 1,6 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt sein. Der Schritt, Nahrungsmittelverluste zu verringern, kann daher Signalwirkung haben. Indien könnte seine Einwohner leicht ernähren. Das Land ist extrem fruchtbar, zwei Ernten im Jahr sind die Regel, mitunter sind es sogar vier! Das Problem sind die enormen Lebensmittelverluste zwischen Feld und Markt. Gründe dafür sind unzureichend entwickelte Produktions- und Konservierungsmethoden, keine oder schlechte Verpackung, falsche Lagerung, fehlende Kühlung und zum Teil katastrophale Transportbedingungen. Obst und Gemüse sind beim Transport auf den Markt schutzlos heißer Sonne und Regen ausgeliefert und beginnen zu verfaulen.
Bei der Lösung dieser Probleme setzt Indien nun auf innovative Technik zur Verarbeitung und Verpackung von Nahrungsmitteln. Mit der Errichtung von 30 Mega-Food-Parks will Indien den Hunger bekämpfen. In den Mega-Food-Parks stellt das Land adäquate Lagerhallen und Kühlmöglichen zur Verfügung. Auch sollen damit die Wege zwischen Verarbeitung und Verpackung verkürzt und so Nahrungsmittelverluste minimiert werden. Firmen aus der Lebensmittelverarbeitung und der Verpackungsindustrie sollen sich in diesen Food-Parks ansiedeln.
Die Welt kann sich Nahrungsmittelverluste nicht leisten. Im Jahr 2050 werden mehr als 9 Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben. Entsprechend rapide wird der Bedarf an Lebensmitteln steigen. Bis zum Jahr 2050 werden wir rund 70 Prozent mehr Nahrungsmittel brauchen
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Kann Technik den Hunger besiegen?
Quelle: VDMA -TV
[b]SAVE-FOODist eine Kooperation der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen und der Messe Düsseldorf GmbH gegen weltweite Nahrungsmittelverluste. SAVE FOOD will die Akteure aus Wirtschaft, Politik und Forschung miteinander vernetzen, den Dialog anregen und helfen, Lösungen entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette zu erarbeiten. Ziel ist es außerdem, eigene SAVE FOOD-Projekte mit Unterstützung der Industrie zu initiieren und zu fördern. SAVE FOOD startete im Mai 2011 mit einem internationalen Kongress und einer Ausstellung im Rahmen der Weltleitmesse der Verpackungsindustrie, interpack.
Save Food OrganisationDr. Ruper Neudeck und die Grünhelme Mit geringem finanziellen Aufwand den Grundstein für Bildung und wirtschaftlichen Erfolg in der 3. Welt legen. Dr. Ruper Neudeck zu Gast bei Phoenix Contact Electronics anläßlich des 16. Industrial Communication Congress 2011.
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Auf der Abendveranstaltung unterstrich Dr. Rupert Neudeck, Gründer von Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme, dass man nicht auf staatliche Unterstützung warten, sondern selbst etwas tun muss. Unter dem Motto „Gesellschaften retten Menschen, nicht Regierungen“ haben ehrenamtlich tätige Ingenieure mit geringem finanziellem Aufwand unzählige Schulen und Solaranlagen errichtet, die den Grundstein für Bildung und wirtschaftlichen Erfolg in der Dritten Welt legen.
Wer sich für die Arbeit interessiert - aktiv oder passiv- Spenden sind immer willkommen, der findet ausführliche Informationen auf der Homepage:
Die Grünhelme e.V.Vita Ruper Neudeck:Rupert Neudeck wurde 1939 in Danzig geboren. Im Sommer 1979 gründete er das deutsche Not-Ärzte-Komitees Cap Anamur. Er wollte vietnamesische Boat People retten. Von 1979 bis 1986 fischten die Hilfsschiffe 11 488 Boots-Flüchtlinge aus dem südchinesischen Meer. Das Komitee, zu dessen ersten prominenten Befürwortern Heinrich Böll gehörte, erweiterte rasch seinen Wirkungskreis und engagierte sich vor allem dort, wo staatliche Entwicklungshilfe aus politischen Gründen nicht greifen konnte. Krankenhäuser in Vietnam, Ambulanzen in Kolumbien und Äthiopien, Hospitäler in Nordirak und Tschetschenien - heute sind Komitee-Mitarbeiter weltweit im Einsatz.
1998 übergab Rupert Neudeck den Vorsitz des Komitees und war bis jetzt Sprecher von Cap Anamur. 2003 übergab als Gründungsmitglied auch diese Tätigkeit und ist seit diesem Monat Vorsitzender von Grünhelme. Rupert Neudeck ist promovierter Theologe und Journalist. 2003 und arbeitete viele Jahre für den Deutschlandfunk. Er ist Träger des Cavalarie-Ordens von Somalia, der Theodor-Heuss-Medallie, des Bruno-Kreisky Menschenrechtspreises und des Erich Kästner Preises. In diesem Jahr bekommt er den Preis der Stiftung für UNESCO Bildung für Kinder in Not